Herkunft, Bedeutung und warum Wellness mehr ist als ein Spa-Besuch
Die meisten Menschen verbinden das Wort „Wellness“ mit einem entspannten Spa- Wochenende, einer Massage oder kosmetischen Behandlungen. Doch ursprünglich hatte der Begriff eine ganz andere Bedeutung. In diesem Beitrag erfährst du, woher das Wort Wellness stammt, wie sich seine Bedeutung verändert hat und warum Wellness heutzutage wichtiger ist denn je.
So sehen wir Wellness heute
Für die meisten ist Wellness etwas, das man sich nicht regelmäßig gönnt und eher als eine Art Luxus empfindet. Die wenigsten Menschen haben heutzutage die Zeit oder das Geld, sich regelmäßig eine Massage oder einen Besuch in der Therme leisten zu können. Wenn man ehrlich ist, würden die meisten nicht einmal auf die Idee kommen, dass sie einen Wellnesstag bräuchten, weil sie so sehr in ihren Alltag eingespannt sind.
Heutzutage gibt es unzählige Angebote und Gadgets, die damit werben, Stress zu reduzieren und ein besseres Wohlbefinden versprechen. Aber was bringt das alles, wenn wir uns ständig im Stressmodus befinden? Sobald man ein paar Stunden entspannt hat, holen einen die Arbeit oder die alltäglichen Aufgaben wieder zurück in die Realität, und in dieser scheint Entspannung nur wenig Platz zu haben. Es bleiben also nur wenige Momente der Ruhe in einem stressigen Alltag übrig. So leben und definieren die meisten Menschen Wellness heute – als Luxusgut, für das man Geld ausgeben muss und wenig Zeit hat.
Woher kommt der Begriff Wellness?
Leider wird unsere heutige Definition dem Begriff nicht gerecht. Dieser bedeutete im 17. Jahrhundert nämlich schlicht „Gute Gesundheit“ oder auch „Wohlbefinden“.
Die älteste bekannte Erwähnung des Wortes „Wellness“ stammt aus dem Jahr 1654. Damals verwendete der schottische Politiker Sir Archibald Johnston of Wariston in seinem Tagebuch die Schreibweise „wealnesse“, womit er schlicht den Zustand guter Gesundheit oder des Wohlbefindens beschrieb. Anschließend geriet der Begriff für mehrere Jahrhunderte weitgehend in Vergessenheit, bevor er in den 1950er-Jahren durch den amerikanischen Arzt Halbert L. Dunn sein Comeback feierte.
In den 1960er-Jahren tauchte das Wort Wellness vermehrt in der US- Gesundheitsbewegung auf. Das Ziel der damaligen Bewegung war es, ein Konzept zu entwickeln, das Menschen dabei unterstützt, das Beste aus ihrer eigenen Gesundheit herauszuholen und aktiv präventiv zu handeln, um den Besuch beim Arzt im besten Fall zu vermeiden. In den 1970er-Jahren wurde das Konzept von Dr. John Travis und Donald Ardell in den USA weiterentwickelt, und das weltweit erste Wellness Resource Center eröffnete 1975 in Kalifornien. Von dort aus verbreitete sich die Idee als Lifestyle- und Präventionsbewegung aus, und schwappte in den 1980er-Jahren schließlich auch nach Europa über.
Warum hat sich die Bedeutung verändert?
Das Verständnis von Wellness unterscheidet sich heutzutage also grundlegend von der ursprünglichen Idee, die hinter diesem Begriff steht. Daran schuld ist nicht zuletzt der gesellschaftliche Druck, immer mehr Leisten zu müssen und sich keine Auszeit nehmen zu dürfen. Aber wohin führt es letztendlich, wenn wir dauerhaft das Leistungsprinzip über unsere körperliche und geistige Gesundheit stellen? Burnout, chronische Erkrankungen und Erschöpfungssymptome gehören heutzutage leider zum Alltag. Dabei wissen wir alle, dass das nicht der Normalzustand sein sollte. Das Wellnesskonzept sollte deshalb – soweit es jedem einzelnen möglich ist – bewusst wieder in den Alltag integriert werden. Doch was umfasst Wellness überhaupt?
Was bedeutet Wellness eigentlich?
Ein Wärmekissen das Stress reduzieren soll, ein Massagesessel, Peelings, Masken und vieles mehr können zwar kurzzeitig helfen, uns in unserem Körper wieder wohler zu fühlen, aber zu echter Wellness gehört noch viel mehr.
Die vier Säulen der Wellness
- Bewegung
- Ernährung
- Entspannung
- Geistiges Wohlbefinden
Wir müssen anfangen, dem Begriff wieder seine ursprüngliche Bedeutung zurück zu geben und Wellness nicht mehr als Luxus, sondern als Lebensstil betrachten. Auch wenn es für viele unmöglich erscheint, alles unter einen Hut zu bringen, können schon ein paar kleine Tricks helfen, den Alltag angenehmer und gesünder zu gestalten.
Wellness im Alltag leben
Ich persönlich liebe es, mir bewusst Zeit für Yoga oder Meditation zu nehmen. Oft reichen schon wenige Minuten aus, damit sich das Nervensystem reguliert. Oder man beginnt damit, sich gesünder und bewusster zu ernähren. Wenn unter der Woche keine Zeit zum kochen bleibt, kann man sich am Wochenende bewusst einen Tag nehmen, um neue gesunde Rezepte auszuprobieren. Sport ist für mich als Fitnesstrainerin ein ganz wichtiger Bestandteil des Alltags. Es muss nicht zwingend jeden Tag trainiert werden, aber ein paar kleine Einheiten pro Woche können großen Einfluss auf das Wohlbefinden haben. Und natürlich darf auch jede andere Methode genutzt werden, solange sie euch guttut (selbst wenn es der Massagesessel ist) 😉
Was bedeutet Wellness für dich persönlich? Ist es eine Massage, Sport, ein Spaziergang oder ein gemütlicher Kinoabend mit der Familie? Schreib es mir gerne in die Kommentare!
Wenn euch die kleine Einführung ins große Thema Wellness gefallen hat, dann schaut euch doch gerne auf meinem Blog um. Hier findet ihr Beiträge rund um Fitness, Entspannnung, leckere Rezepte und inspirierende Reiseziele, die auf jeden Fall „Wellness Feelings“ garantieren. ♡
[…] du dir unter dem Begriff Wellness noch nichts vorstellen kannst, verlinke ich hier meinen Beitrag zur Definition von dem…


Schreibe einen Kommentar